Auf zur Peninsula de Osa (Rincón)

31.05.- 01.06.2018

Wir entscheiden uns nach Osa zu fahren, ganz in den unberührten Süden Costa Ricas und nur einen Katzensprung von Panama entfernt. Hier ist es wesentlich weniger touristisch und noch unberührter als im restlichen Costa Rica. Wir fahren 3 ½ Stunden von Quepos nach Ricón. Es ist dünn besiedelt hier, alle  30 Kilometer kommen wir mal an einem kleinen Haus vorbei. Mitten im Nirgendwo. Langsam, aber sicher fühle ich mich vetrauter auf den Straßen, muss mich nicht mehr so sehr konzentrieren und wir können sogar Latinmusik beim Fahren dudeln lassen. In Osa wollen wir Evi´s damalige Studienfreundin Daniela besuchen. Sie organisiert für uns einen Aufenthalt in der Danta Ecolodge in der Nähe des Corcovado Nationalparks.  Die Lodge liegt ca. 8 km vom Nationalpark entfernt und ist umgeben von saftig grünem Regenwald. Hier liege ich doch tatsächlich das erste Mal in der Hängematte. Die Affen sind hier wieder richtig aktiv und kommen hier noch zahlreicher vor als in Manuel Antonio. Hier gibt es vier verschiedene Affenarten und noch jede Menge andere Tiere wie z.B. Tapir, Puma und Ozelot und die nur noch selten vorkommenden Jaguare. Flora und Fauna sind in dieser Gegend quasi wieder zum Greifen nah. 

Wir treffen Evi´s Freundin Daniela und dürfen mit zu ihr nach Hause kommen. Sie zeigt mir die Community. Hier in dieser Gegend sind die Menschen sehr arm. Hier ist es anders, als ich es im Zentrum von Costa Rica kennengelernt habe. Die Menschen sind total nett und uns gegenüber aufgeschlossen,  trotzdem fühlt es sich komisch an, wenn man selbst in einer schönen Lodge Urlaub macht und drumherum herrscht Armut. Trotzdem sind die Menschen unwahrscheinlich herzlich und gastfreundlich. Ich frage mich, wie sie das wohl machen. Ich denke an so einem Ort spielen materielle Dinge einfach keine Rolle, wie sollten sie auch? Hier sind andere Dinge wie Gemeinschaft und das Miteinander wichtiger. Daniela und ihre Familie laden uns in ihr Haus am Strand in der Nähe von Puerto Jiménez ein. Das hört sich natürlich luxuriös an, und sicher gilt man in dieser Gemeinde als privilegiert, wenn man zwei Häuser hat. Aber dies hier sind keine Häuser nach deutschen Standards. Meist sind es ganz einfache Hütten mit nur einem Raum. So ähnlich verhält es sich auch mit der Strandhütte. Aber diese Einfachheit macht das Ganze auch irgendwie einzigartig. Drumherum gibt es nur Natur, Sand und Meer. Diesen Ort hätten wir ohne Daniela niemals zu Gesicht bekommen. Wir verbringen den ganzen Tag dort, machen ein Feuer, damit der Rauch die Moskitos vertreibt und lernen ein bisschen mehr vom costa-ricanischen Leben kennen.

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